Herrgott!Nochmal
Aufführung in der Klostermühle - 27.12.02
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Wofür andere ein Staatstheater brauchen, begnügen sich Peter Henze und Mika Guischard mit 20 Quadratmetern. Herrgott!Nochmalglänzt durch minimalistische Schauspielfinesse und inhaltliche Grösse. Eine Tragikkomödie, bei welcher die Kommödie in der Lust der Aufführung und die Tragödie in der Selbsterkenntnis des Publikums liegt. Große Schauspielhäuser verstehen es durch Technik und Effekte oftmals langweilige Stücke in Szene zu versetzen. Das haben die beiden nicht nötig.
Kurz gesagt: Herrgott!Nochmal ist ein ganz großes Schauspiel, welches jedem einzelnen einen erschütternden Spiegel vorhält und Pflichstück der Lebensschule sein sollte.
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Peter Henze, der Autor des Stückes ist, erzählt die Geschichte von Gott, der zusammen mit seinem Schutzengelauf die Erde zurückkehrt. Fast naiv, euphorisch und etwas weltfremd wirkt sein Gott, der durch seinen Schutzengel Aufklärung erfährt. Er spricht mit schlicht theatralischer Klarheit Alltgsbereiche wie Kultur, Politik und Kirche an. In ironischer Form lehrt er seinem Publikum betroffen über sich selbst zu schmunzeln. Zentraler Inhalt des Seins ist das Leben an sich und nicht der Mensch, auch wenn dies das Lieblingsgeschöpf ist, welches er, Gott mit seiner göttlich geliebten Hera einstmals schuf. Den Menschen einen eigenen und freien Willen zu geben, so stellt sich die Frage, scheint der größte Fehler und zugleich das Beste der Schöpfung zu sein.
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Einige Zitate aus dem Stück, zwischen deren Zeilen Sie selbst lesen können:
"Sorge nährt Sorge! Gewalt nährt Gewalt!" - "Geld, ich schaffe es ab." - "Warum haust Du nicht einmal richtig auf den Tisch? "Weil ich sie liebe" - "Man kann nicht einfach mit der Regierung sprechen. Sie würden Dich verhaften." - "Was macht denn so eine Regierung? Sie versucht Mehrheiten zu finden!" - "Das Leben ist das einzige, was Du hast." - Das Leben ist manchmal der Menschen müde." - "Die Führer der Menschen sollten weise, bescheiden und aufmerksam sein." - "Was sollen denn die Kinder von ihren Eltern halten?" - Kein Gott ist darauf angewiesen, von seinen geschöpfen angenommen zu werden!" - "Dann gehe ich zum Papst." "Er würde Dich nicht erkennen." - "Die einzige Sünde ist es, die Probleme mehr zu lieben als das Leben." - "Laßt es, Ihr seid schön genug!" - "Ewigkeit ist jetzt!"
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Gott, der über die vielen Jahre seine eigene Liebe zu Hera vergessen hatte, mußte feststellen, daß er selbst das Leben vernachläßigt hatte. Sein Schutzengel ergibt sich letztendlich als seine geliebte Hera zu erkennen, welche das Leben an sich ist und ihn daher auch nicht vergessen hat.
Mit den Worten "Es gibt uns nicht, lebt uns!" wird der Zuschauer in die Realität zurück entlassen. Und es bleibt nur die Hoffnung, dass der Mensch sich immer wieder mal selbst den Spiegel vorhält, um sich so daran zu erinnern, das Leben in sich zu realisieren.
Bericht: Ramses (Redaktion von dh-aktuell)